Tüshaus Mühle
Weseler Str. 433
46286 Dorsten

Zielhaltestelle:
Deuten Bf
www.vestische.de

Öffnungszeiten:
Ende April bis Anfang Oktober
jeweils am 1. und letzten Sa/So im Monat.
Sa. 13 - 17 Uhr,
So. 14 - 17 Uhr

Tel.: 0 23 62 / 63 144

Das Gebäude der fast 400 Jahre alten Wassermühle in Dorsten-Deuten hat bis heute seinen Reiz und seine Ursprünglichkeit bewahren können. Die Mühle, in der um 1900 bereits ein Kleinstwasserkraftwerk Strom erzeugte, war bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in Betrieb.

Die Geschichte des Tüshaus-Hofs, zu dem die Mühle gehört, lässt sich bis ins Jahr 1382 zurückverfolgen. Die Herren von Lembeck, die in ihrer „Herrlichkeit Lembeck“ das Wasserrecht inne hatten, verpachteten 1615 eine vom Wasser des Hammbachs angetriebene Walkmühle an einen gewissen Tuschhaus. In der weitläufigen Heidelandschaft der Umgebung wurden vor allem Schafe gehalten. Die Wolle wurde in der Tüshaus-Mühle von einem Hammerwerk gewalkt, und als Filzstoff an die Tuchmacher der Region zur Weiterverarbeitung verkauft. Im 19. Jahrhundert wurde mit dem Rückgang der Schafhaltung der Betrieb der Walkmühle jedoch zunehmend unrentabel, so dass die Müller 1880 zum letzten mal Stoffe walkten.

Die Mühle war jedoch schon 1752 aufgestockt und um ein zweites Mühlrad erweitert worden, so dass sie seit 1754 auch als Ölmühle diente. Dabei wurde Öl vor allem aus den Raps- und Leinsamen der umliegenden Felder gewonnen.

1890 wurde eine Getreidemühle mit zwei Mahlgängen im ausgebauten Dachgeschoss eingebaut. Das alte Mühlrad wurde dabei durch eine moderne Francis-Turbine ersetzt. Unter dem wirtschaftlichen Druck der Großmühlen gab der Besitzer Hermann Tüshaus 1970 auch den Betrieb der Getreidemühle auf.

Damit wurde auch der 1908 eingebaute elektrische Generator abgestellt, der bei einer Gleichspannung von 110 Volt eine Leistung von 22 kVA geliefert hatte. Der Strom wurde zuvor für die Mühlengebäude, die Müllerwohnung, den benachbarten Tüshaus-Hof, mitsamt einer Brennerei, sowie für das Festzelt des Schützenfestes und die Kirche genutzt.

Restaurierung als Denkmal
Mit der Zusage der Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen begann im Herbst 1983 die Restaurierung des Mühlengebäudes. 1986 wurde die Tüshaus-Mühle als technisches Kulturdenkmal anerkannt. Der Museumsbetrieb der Mühle wurde 1987 aufgenommen.

Zu besonderen Anlässen, wie dem alle zwei Jahre stattfindenden Mühlenfest, dem Tag des offenen Denkmals oder dem Deutschen Mühlentag der DGM, wird die einzige voll funktionsfähige Wassermühle Nordrhein-Westfalens betrieben. Im benachbarten Backhaus werden dann aus dem gemahlenen Korn Brote gebacken. In den Sommermonaten führt der Müller jeweils am ersten und letzten Wochenende Besucher durch die Mühle.

Quelle: Stadt Dorsten & Wikipedia

Schlagwörter: Tüshaus Mühle, Dorsten, Sehenswürdigkeit, Museum, Kulturdenkmal

Sponsor:

Versicherungsmakler- büro Andreas Schüer

Partner der FINUM.MAKLER GmbH


Immer günstigste Tarife aber gute Leistungen!
Priv. Haftpflicht- versicherung
5 Mio. Deckungssumme
Schon ab € 34,-


Kirchhellener Allee 83
46282 Dorsten  

Tel.: 0 23 62/2 73 09
Fax: 0 23 62/97 05 28
Andreas.Schueer(at)FiNUM.AG