
Schloss Horneburg
Horneburger Str. 39
45711 Datteln
Zielhaltestelle:
Schloss Horneburg
www.vestische.de
Die Horneburg wurde vor über 600 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals war sie im Besitz der Herren von Oer. Nach einer verlorenen Fehde gegen ihren Landesherrn, den Erzbischof von Köln, mussten die Herren von Oer das Vest Recklinghausen verlassen und im Jahre 1431 sogar auf ihre dortigen Besitztümer verzichten. Der Sieger machte die Horneburg zum Sitz seiner Kellnerei, der kurfürstlichen Aufsichts-, Verwaltungs- und Einnahmebehörde für das Vest Recklinghausen, und ließ die Burg von 1449 bis 1457 komplett neu errichten. So entstand eine quadratische Burganlage von etwa 27 Metern Seitenlänge, die von Wassergräben umgeben war.
Von 1588 bis 1591 wurden auf der Horneburg mehrere Hexenprozesse durchgeführt. In der Endphase des Dreißigjährigen Krieges zerstörte der französische Marschall Turenne am 25. Juli 1646 die Burg. Die Hauptburg wurde daraufhin nicht mehr aufgebaut, die ehemalige Vorburg wurde aber in schlossähnlicher Bauweise neu errichtet und diente bis 1802 als Herrenhaus und Verwaltungsgebäude. Nachdem zuvor bereits ein Großteil der Wassergräben zugeschüttet worden war, wurde im Jahre 1830 das gesamte Gebäude bis auf einen Teil des Ostflügels abgebrochen, der anschließend zur heute bekannten Form des Schlosses umgebaut wurde.
Ebenso wie das Schloss steht auch die zugehörige Schlosskapelle unter Denkmalschutz. Seit 1896 ist der Kreis Recklinghausen Eigentümer des historischen Gebäudes. Nach einer wechselvollen Geschichte befindet sich in dem historischen Gebäude seit 1965 ein Förderschulinternat in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Diözese Münster e. V.
Quelle: Stadt Datteln
Schlagwörter: Schloss Horneburg, Datteln, Sehenswürdigkeit, Wassergräben, Denkmalschutz














